Das neue FamFG und der enge(r werdende ) Markt

(Stand: 04.08.2009 – 118 EURO)

„Ob sich diese Neuerscheinung allerdings in der Kommentarliteratur zum FamFG durchsetzen wird, muss sich noch zeigen, doch schon jetzt spricht schon einiges dafür, denn die Herausgeber und Autoren sind allesamt ausgewiesene Experten des Zivilverfahrensrechts und liefern hier ein vom Umfang und der Detailtiefe sehr beeindruckendes Werk, das sicher das Zeug dazu hat, sich an diesem engen Markt auch durch durchzusetzen.“ (sm)

JUSTUF (die Homepage könnte auch mal einen Relaunch vertragen!) Ausgabe Dezember 2009 S. 51

Der Markt wird enger !

Einerseits:

zunehmende Zahlder Anwältinnen und Anwälte (und Fachanwältinnen für Familienrest)

… und der Maledivenurlaub als Scheidungsauslöser fällt auch bald flach, äh ins Wasser (bleibt nur noch Weihnachten und das Stoßgeschäft im Januar, zumindest bei der ebenfalls zurückgehenden Zahl der Deutschen ohne moslemischen Migrationshintergrund)

Andererseits:

Siehe destatis:(die steigende Anzahl der Betreuungsfälleund damit Fälle im Betreuungsrecht dürften das nicht ausgleichen …).

Knackige 26.000 Geburten weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (bis September). Die Wirkung der Abwrackprämie kommt aber erst. Jetzt kommen die Baby-Produktionsmonate Januar, Feb … 2009…..

Geburten und Sterbefälle

Vorabmeldung der Geburten und Sterbefälle (nach Registrierort- und Monat)1
Deutschland
Gegenstand der Nachweisung September
Veränderung gegenüber Vorjahresmonat
Januar bis September Veränderung gegenüber Vorjahreszeitraum
2008 2009 2008 2009
1 000 % 1 000 %
1 Die Zuordnung der Tabellenwerte zu den Monaten erfolgt ausschließlich nach dem Monat der Registrierung der Meldung im Standesamt, in dessen Zuständigkeitsbereich das Ereignis stattgefunden hat. Es ergeben sich insbesondere zum Jahreswechsel methodisch bedingte Abweichungen zu an anderer Stelle veröffentlichten Angaben. Ein Vergleich der Daten ist nur mit den innerhalb der gleichen Tabelle ausgewiesenen Vorjahresangaben zulässig.

X = Tabellenfach gesperrt, weil Aussage nicht sinnvoll ist.
Lebendgeborene 60,1 60,0 -0,1 517,5 491,6 -5,0
Gestorbene 67,6 63,8 -5,7 635,4 630,5 -0,8
Überschuss der Geborenen (+) bzw. Gestorbenen (-) -7,6 -3,8 X -117,8 -138,9 X

Kopfgeburten: Wenn JuristINNen JuristINNen zeugen und Bayern und Baden-Württemberger auch

… dann wird’s ja bald eine Bevölkerungsexplosion geben müssen. Allein 150.000 Anwälte und immer mehr oder weniger fruchtbare Anwältinnen und die himmlichen Heerscharen examinierter Juristen in Verwaltungen und bei Gerichten werden exponentiell wachsend bzw. sich fortpflanzend Deutschland retten. Ganz bestimmt. Da fällt es auch immer weniger ins Gewicht, wenn immer weniger Ingenieure immer weniger Ingenieure (im Osten FH!) zeugen.
Sage mir Deutschland, woher Du kommst, ich sage Dir, wohin Du gehst! (Nicht dass ich wegen der warnenden Beispiele Osterinseln oder Angkor Wat der Zwangssterilisation von JuristINNen, insbesondere in BW und Bayern, hier das Wort reden will!) >>>>>>>>>>>>>>>>>>>

Nein, nein. Im Namen der vorbestimmten Republik: Seid fruchtbar und mehret Euch!

Tja, EMMA und Simone d. B., Pech gehabt: „Man wird nicht zum Juristen gemacht, man wird zum Juristen geboren.“ Sagen sich da wohl immer mehr von geborenen Juristen geborene Juristen.

Hach, wie wir die Consultants lieb(t)en, schon bevor wir Herrn Leif kannten. Doch allein, was hilft die Kenntnis dieses „wissenschaftlichen“ Gesetzes i.V.m. dem Naturgesetz des exponentiellen Wachstums (>>>>). Es muss ein „echtes“ Gesetz dazu her:, am besten von Linklaters. Mal was Neues: Innungen, Zünfte, … – eine stänische, äh ständige Ordnung.

BTW: Kaufen!

Mehr über Schicksal und Bestimmung:

http://www.faz.net/s/Rub1A09F6EF89FE4FD19B3755342A3F509A/Doc~EC035297882EC4D719515F624D3773A41~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell

Fächerwahl

Das vorherbestimmte Studium

Von Anna Loll

Norddeutsche wie punktuell auch Bayern und Baden-Württemberger bevorzugen Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.[…]

Eine Rolle spielt in klassischen akademischen Fächern außerdem das Ständedenken. „Arzt oder Jurist zu werden ist für ein Arbeiterkind oft undenkbar“, skizziert Hartmann die Situation.

Vielleicht wird ein Juristensohn Mediziner – aber wohl kaum Realschullehrer[…]


Nachlese: v. Münchhausen – Frauen und Jura – Mit Recht erfolgreich

Immer mehr Frauen machen in der Justiz Karriere. Der Vorteil im Staatsdienst: Als Richteri muss man nicht auf Familie verzichten.
Zwischenüberschriften der Print-Ausgabe weichen deutlich von denen der Oline-Ausgabe ab ;-):
* Eine Richterin hat keine festen Dienstzeiten. Wo sie ihre Arbeit erledigt, entschediet sie selbst.
* „Frauen haben einfach bessere Noten im Examen als Männer.“
* Erst als Lehrerinnen nicht mehr gebraucht wurden (sic! -?), stieg die Zahl der Jurastudentinnen.
27.April 2008 . Nr. 17 Frankfurter Allgemeine Snntagszeitung Seite 57 – „Gesellschaft“

Frauen und Jura

Mit Recht erfolgreich

Von Anna v. Münchhausen

03. Mai 2008 Vor Gericht und auf hoher See ist der Mann allein – Frauen ausgeliefert. Zum Beispiel an einem Apriltag im Landgericht Darmstadt, Saal 10. Angeklagt ist der 27 Jahre alte Jordan L. Zu Gericht sitzen über ihn: die Richterin am Landgericht Ingrid Schroff, unterstützt durch eine Beisitzerin und zwei Schöffinnen. Nicht zu vergessen die Staatsanwältin, und sogar der Rechtsbeistand des Angeklagten ist blond, weiblich, jung. Das Heft haben die Frauen in der Hand, während der Angeklagte schweigt und der Gerichtsdiener allenfalls die Zeugen hereinrufen darf.[…]

Dazu auch:

Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen in der Statistik 1950: 12.644 – 2009: 150.375

Aktuell > Oberlandesgericht Koblenz als „familienfreundlich“ zertifiziert

Oberlandesgericht Koblenz als „familienfreundlich“ zertifiziert

Baby-Doom: Kinderklemme – Tritt Oberursel von der Leyen (CDU) jetzt noch zurück? Die neuen Kinderzulassungszahlen sind da.

Tritt Oberursel von der Leyen (CDU) jetzt noch zurück? Die neuen Kinderzulassungszahlen sind da.

Anständig wär’s ja ….

Am Montag im FOCUS-Interview klang das zwar noch anders. Gut, das muss sie ja sagen bzw. den Eindruck erwecken, als gehöre sie auch dem zukünftigen Kabinett an. Oder sollte etwa die Antwort auf ihre letzten Tagen in Berlin gemünzt sein (FOCUS: „Würden Sie denn die Vertreter dieser neuen Väterinitiativen in ihrem Ministerium empfangen? – von der Leyen: „Wenn es meine Zeit erlaubt, gern.“) Nur, was sollte es den neuen Männern bringen, mit einer alten Ministerin, einer Has-Been, zu sprechen?

Inzwischen sieht es ja schon anders aus: Hatte sie schon bei der „Internet-Sperre“ als ahnungslose aber karriere-zielstrebige Rechts-Überholerin auf der Standspur stillos vorbei und zunächst allein auf eine Pressekonferenz gebeamt (ZAPP – NDR berichtete eindrucksvoll auch sonst: Uschi macht viel Quatsch – und weiß wie Medien funktionieren …)

Familienministerin Ursula von der Leyen weiß, wie sie sich in Szene setzt. Ob Familie, Geburtenzahlen oder Kampf gegen Kinderpornographie - auf viel PR folgt wenig Konkretes.

Sendung vom 06.05.2009

, gab sie dem FOCUS auch ein ansonsten hochnotpeinliches und – mal wieder – nicht von viel Sachkenntnis getrübtes Interview (allein ihre widersprüchlichen und zum Teil ahnungslosen Aussagen zur Rechtspraxis an Familiengerichten, tssss: „Eine starke Bindung zum Vater, der von Anfang an da gewesen ist, der sich gekümmert hat, der bewiesen hat, dass er unverzichtbar ist, wird auch vor Gericht anerkannt.“ – EIN Gegenbeispiel für viele zu diesem Nonsens >>>).

Und es gibt und wird immer Jobs in der FREIEN Wirtschaft geben, als Freiberufler oder im Angestelltenverhältnis, bei denen man(n) nicht darauf „pochen“ (S. 102 ) kann (auch und gerade in Führungsjobs!), dass man sie mal eben in Teilzeit ausführen kann. Sollen dann diese Väter, die sich noch während der Ehezeit für Frau und Kind(er) in nicht verkürzbaren (Übertarif-)Arbeitszeit den verlängerten Rücken aufreißen, dann nochmals bei Trennung und Scheidung vom Familiengericht auf die Rolle genommen und für ihre Dummheit bestraft werden???

Gestern nun wurden auf Initiative der WELT „vorzeitig“ die aktuellen Babyzahlen (die Abtreibungszahlen werden wohl nachgereicht!) von Januar bis Juni 2009 nachmittags vorgestellt und brühwarm noch in der ZDF-Talkrunde aufbereitet. Dabei gab dann sie dann nicht weniger eindrucksvoll bekannt, wie es denn so zu Hause und am Kabinettstisch zugeht, wenn sie den Männern so über den Mund fährt, mal hier dummes Zeug faselte (Die AKTUELLSTEN Zahlen auf die Wirtschaftskrise zurückführte. – Echt. Das hat sie gemacht! – Dabei befinden wir uns zeugungstechnisch gerade mal im Oktober 2008!) mal da verleumdet (gegen den armen hilflosen Grünen „Volksverdummung“). Wobei der zu weichgespülte Özdemir, der in der Sache natürlich Recht hatte (Haben die Menschen die Wirtschaftskrise da etwa schon antizipiert?). sich von ihr – im Gegensatz zum gemütlichen Brummbär Gabriel, der das HB-Frauchen schließlich auch schon aus den Kabinettssitzungen kennt – pazifistisch regelrecht und regelmäßig über den Mund fahren ließ.

Allein Gabriel (nicht die dazu verpflichteten Moderatoren) war offensichtlich in der Lage, sie auf den allgemeinen menschlichen Anstand, der zur Überraschung von der Leyens auch für Frauen gegenüber Männern zu gelten habe, und die dazugehörigen Kommunikationsregeln einzunorden.

Obwohl ihr (und uns allen die Zahlen auch nochmals graphisch/charttechnisch vor Augen geführt wurden, wurde sie nicht müde, diesen weiteren Niedergang von rund 6,6 % (1. Halbjahr 2009 zu 2008) und minus 22.000 Geburten als Erfolg IHRER Politik zu verkaufen. Wie traurig ist das denn? Dabei – liebes ZDF ! – ist es auch völlig belanglos, ob die Reproduktionsrate pro fertiler Frau nun auf historischem Tief von 1,37 oder 1,38 (2008) liegt, was – richtig angemerkt! – allein im statistischen Zufallsbereich liegt (außerdem hatten wir 2008 ein Schaltjahr und damit einen Tag mehr zum Gebären!). Entscheidend ist, dass der Wert nur unwesentlich unter den abgefragten Wunschziffern fertiler Frauen (zwischen 1,45 und 1,48) liegt, die – EGAL wie viel Geld man in das marode deutsche Reproduktionssystem (süß, immer wieder die Bezeichnungsvermeidung Menschen, die sich hier befinden anstatt „Deutsche“/Deutschland) steckt, nicht annähernd an die notwendigen Erhaltungsrate von 2,1 bis 2,2 pro fertiler Frau heranreicht. Einmal ganz abgesehen davon, dass es sich seit Jahren, wie auch eine BRIGITTE-Autorin mit Recht feststellte (inzwischen scheint es selbst die femokratische TAZ begriffen zu haben) , um einen Zeugungsstreik der Männer handelt. Und merkwürdigerweise die Geburtenrate pro Frau im fertilen Alter neuerdings im Osten höher als im Westen ist.

Und die Wirkung der Abwrackprämie als Neuwagen-Anschaffunsg-Vorzugsprämie und Kinder-Anschaffungs-Nach-hinten-Schieb-Prämie kommt ja erst. Wie gesagt: Zeugungstechnisch zurückgerechnet befindet wir uns ja gerade mal maximal im Oktober 2008. Das dicke Ende kommt noch. Und da sollte dann doch bitte Uschi von der Leyen nicht mehr Ministerin sein, wenn die Wahlen überhaupt zu was nütze sind.

“Mehr Männer als Frauen sind kinderlos. Die Politik ignoriert das, weil sie keinen Mumm hat, die Männerrolle ernsthaft zu verändern, meint Väterexperte Ralf Ruhl.

taz: Immer weniger Frauen bekommen Kinder, meldete kürzlich das statistische Bundesamt. Die Zahl der kinderlosen Männer, die laut DIW sogar noch höher liegt, hat es dagegen nicht erhoben. Ist das mehr als ein Statistik-Problem?”[…]

Leutchen. Leutchen, es geht NICHT um die Veränderung der Männerrolle, sondern darum, dass die Frauenbewegung endlich, endlich begreift, dass ein Holzweg, den frau betoniert, dennoch ein HOLZWEG (der ins Holz führt, also eine Sackgasse ist) BLEIBT.

Gute Nacht, West-Deutschland. DIE Letzte macht das kleine Licht (dann auch noch) aus.

Das kommt halt davon, wenn kinderwünschende Frauen auf vater- und kinderlose wie Alice Schwarzer hören.

http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/maenner-rutschen-aus-dem-blick/

http://maennersache.blog.volksfreund.de/2009/01/14/berechtigter-zeugungsstreik-neues-dji-bulletin-zum-thema-vaeter


Geburtenrückgang

In der Krise haben Kinder keine Konjunktur

(1)

Von Thomas Vitzthum

15. September 2009, 18:39 Uhr

In Deutschland sind im ersten Halbjahr 2009 wieder weniger Babys zur Welt gekommen – knapp 6,6 Prozent oder 22.000 weniger als im Vergleichszeitraum 2008. Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) sieht den Grund dafür in der Wirtschaftskrise, Experten hingegen im langsamen Kita-Ausbau.[…]

http://www.welt.de/politik/deutschland/article4542773/In-der-Krise-haben-Kinder-keine-Konjunktur.html

Geburtenrate: Die Deutschen bleiben Kindermuffel

Das wird Familienministerin von der Leyen nicht gefallen: In Deutschland kamen im ersten Halbjahr 2009 noch weniger Kinder zur Welt als ein Jahr zuvor. Und die Entwicklung könnte sich angesichts der Wirtschaftskrise noch verstärken.”

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