Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen in der Statistik 1950: 12.644 – 2009: 150.375

Sowas (>>>>>>>>>1, 2, 3 >>>>) kommt von sowas (auf die Charts klicken):

Relative Größe der Fachanwaltschaften im Jahr 2007: für Familienrecht 24,8%. Es gibt zwar keine Familien mehr …, aber immer mehr FachanwältINNEN für Familienrecht.

Okay, es gibt ja auch immer mehr Kochsendungen und immer mehr Fertiggerichte, die man beim Anschauen dann verzehren kann… .

Noch 1950 lag die Anwaltsdichte auf dem damaligen Bundesgebiet bei 4934 Bürger pro Rechtsanwalt, inzwischen sind wir bei 561 BpR an- bzw. auf 561 runtergekommen… .





Zahl der in Deutschland zugelassenen Anwwälte und -innen 1950: 12.644 2009: 150.375



Quellen: Statistisches Jahrbuch der Anwaltschaft 2007/2008, Statistisches Bundesamt, divers.

Aber uns geht’s ja noch Gold mit 561 BpR (im Bundes-Durchschnitt/Rheinland-Pfalz 2006: 926 Einw./Anwa(e)lt(in)).

Die Trendlinie zeigt, dass es nicht mehr lange dauern kann, bis wir ein Verhältnis von 1:1 erreicht haben werden. Zur Zeit (2006) liegen wir allerdinsg noch weit hinter den Spitzenreitern Liechtenstein (271,9), Vereinigte Staaten (267,2) und Spanien (266,6).

Und noch eines: Gab es 1925 mal ganze 43 Rechstanwältinnen mit einem Anteil von 0,3% (NULL Komma DREI-Prozent oder 3 PROMILLE) nehmen sich inzwischen (2007) 42.647 (zweiundvierzigtausendsechshundertsiebenundvierzig!!!!) Anwältinnen gegenseitig und ihren männlichen Kollegen die Mandate weg bzw. tragen zu einem ansteigenden Streitklima bei ständig sinkender Bevölkerungszahl in der Bundesrepublik bei. (Anteil inzwischen 29,9 %).

Bedenkt man, dass es auf der anderen Seite der Ärzteschaft zunächst gelungen ist, durch einen künstlichen Numerus Clausus die Zahl (das ANgebot) der neuen Ärzte und Ärztinnen begrenzt zu halten (bei gleichzeitig größer werdender Nachfrage (==>Alter und Anteil der Alten der Bev.), dass inzwischen im Osten die Hausärzte und -innen ausgehen, sollte vielleicht die ein oder andere unnötige Anwältin mal über eine (noch rechtzeitige) Umschulung nachdenken.

Anwaltsdichte in Europa:

http://familienanwaelte-dav.de/downloads/newsletter/news-0406.rtf

BRÜLLEND komisch:


So wird’s erträglicher, denkt man/frau sich wohl bei der BRAK!!!

Mag es auch ein Geheimnis für „Jugend forscht“ bleiben, was mit „Reihe 1“ gemeint sein soll, so ist es natürlich nur allzu köstlich zu sehen, wie man den exponentiellen Anstieg bei der BRAK optisch staucht, indem man auf der X-Achse zunächst als „Maß“ 5 Jahre nimmt und dann „fließend“ auf 1 Jahr wechselt!!! – so wirkt es (zufällig????) wie ein linearer Anstieg statt exponentiell.

http://209.85.129.132/search?q=cache:0m23u3HmntEJ:www.brak.de/seiten/pdf/Statistiken/GesamtzahlenRAeGrafik.pdf+rechtsanw%C3%A4lte+zahl+ststistik&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=at

Als PDF auch noch das Ganze:

http://www.brak.de/seiten/pdf/Statistiken/GesamtzahlenRAeGrafik.pdf

Solche „Fehler“ machen wir natürlich nicht!

SIEHE OBEN: Objektive Charts.

Die Zahlen bis 2007 z.B. vom Beck-Verlag zum Selbststricken:

Auch hübsch:

„Diese Zahlen sind das Erste, was wir in unserer Kanzlei Referendaren und Bewerbern zeigen, um ihnen die Konkurrenzlage klar zu machen; etliche Berufseinsteiger haben nämlich immer noch eine unrealistische Erwartungshaltung. Besser wäre natürlich, wenn man bereits den Jurastudenten im ersten Semester diese Statistik in die Hand drücken würde. Ich will niemandem das Jura Studium vermiesen.“ in: Der Rechthaber



und neu hier:

http://www.rechthaber.com/zu-viele-anwaelte/

Advertisements

Na dann, liebe Rechtsanwältinnen Irmgard Jacoby, Katrin Munsch und Alexandra Fischer-Horn, …

dann kann es ja jetzt losgehen.
Da war zwar jemand schneller – Kompliment! – und das Ding heißt zwar Anwaltsnote, aber natürlich sind auch nach dem Gleichheitsgrundsatz Rechtsanwältinnen gemeint..

Ich wünsche dann mal viele schöne Einträge und Erfahrungsberichte:

http://rechtsanwaeldin.blogspot.com/2008/06/9-uf-116-08-ach-wissen-sie.html

Anwaltsnote.de

Nach rund neun Monaten Entwicklungsarbeit startet jetzt das Mandanten-Portal anwaltsnote.de 70 % der Rechtssuchenden finden den Anwalt über Empfehlungen. Dies ist grundsätzlich nicht schlecht. Problem hierbei ist nur, dass ich nicht weiß, ob der Anwalt auch in meiner Rechtsangelegenheit kompetent ist. Weiterhin kann die Empfehlung aus Gefälligkeit zum Anwalt ausgesprochen worden sein. Um eine objektive Empfehlung zu erlangen kann nun das neue Portal genutzt werden.
Anwaltsnote bringt Transparenz in den Anwaltsmarkt! Das Portal bietet eine intelligente Suche nach Rechtsanwälten und erstellt Anwaltsranglisten innerhalb von Tätigkeitsbereichen. Mandanten bewerten die Rechtsanwälte und beschreiben Ihre Erfahrung mit dem Service des Rechtsanwalts. Rechtssuchende können bei Anwaltsnote auch Rechtsfragen stellen und diese von Anwälte beantworten lassen. Anwaltsnote stellt den Rechtsanwälten ein kostenloses Profil zur Verfügung, um potentiellen Mandanten Tätigkeitsbereiche, Qualifikationen und Services aufzuzeigen. (…)

Dann kann es sich bei der Richter(-innen) und Staatsanwältedatenbank bzw. -benotung ja nur noch um Minuten handeln. Zwar kann man sich die ja nicht aussuchen, aber man erfährt wenigstens, ob eine kleine Salesch oder ein Barnabas Schill in ihm/ihr steckt – und insbesondere auf wen man sich bei deutschen Familiengerichten und OLG (siehe Naumburg und Straßburger Rüge bzw. strafrechtliche Klageerhebung GEGEN die Familienrichter) so einzustellen hat.

Inflation der Fachanwältinnen

Die Zahl der Fachanwältinnen steigt seit Jahren kontinuierlich an. Die Branche befürchtet bei zu vielen Titelträgerinnen aber einen Wertverlust der Spezialausbildung.

http://rechtsanwaeldin.blogspot.com/2008/06/9-uf-116-08-ach-wissen-sie.html


FTD online 17.03.2008


Und die FAZ (online) zieht am 25.03.2008 nach:

Rechtsanwälte

Ein Fall für Spezialisten


Von Melanie Amann


>>Ein Verkehrsunfall, eine Kündigung, ein Testament oder Nachbarstreit – alles Fälle für den Rechtsanwalt. Aber bitte nicht alle für denselben Anwalt. Ein echter Kenner, am besten ein Spezialist, soll den Fall übernehmen. Das wünschen sich die Deutschen, glaubt man einer Studie des Soldan-Instituts für Anwaltsmanagement. In einer Umfrage des Instituts, das sich vor allem mit „Anwaltsforschung“ beschäftigt, gaben 2007 rund 80 Prozent der Befragten an, für sie sei die Spezialisierung eines Anwalts ein „sehr wichtiges Auswahlkriterium“.<<

Über 40 Jahre Erfahrung vor Familiengerichten – und dann das:

Wenn eine junge und sehr blonde Anwältin, die in der Provinzstadt als das galt und gilt,
was Kim Novak in Hollywood war, über „enTgültiges Umgangsrecht“ fabuliert, so kann
man ja vielleicht etwas Nachsicht walten lassen, zumal sie sich in weiser Selbstbeschränkung

inzwischen entpflichten ließ, obwohl man(n) doch schon etwas Zweifel an der
Prüfungsordnung in dem Bundesland bekommen kann oder Gedanken an jenen Juraprofessor (siehe unten) aufkommen können.


Wenn aber eine FACHANWÄLTIN für Familienrecht, die eine Gutachterin, die sich selbst
auf
mehr als 25 Jahre Erfahrung als Gutachterin beruft, wie folgt zitiert, dann kann einem
schon der Atem stocken
und ma(n) kann sich zu Recht die Frage stellen:
Was ist eigentlich los in diesem Land?
Kann sojefraud eigentlich die Bezeichnung FACHanwältin für Familienrecht unsanktioniert weiterführen?
Wird die allen Ernstes von Familiengerichten noch ernst genommen?


Also hier das Zitat und im Anschluß für Nicht-Juristen das beliebte Zitat
aus der
FamRZ 2006, Heft 2 Seite 76:


In der Beschwerdesache 9 XY 123 / 08

„Nach endgültiger Regelung des Sorgrechts sollten vorerst nur begleitete
Besuchskontakte
durchgeführt werden, um das familiäre Spannungsfeld
abzubauen und das Kind zu entlasten.

Begegnungen der Eltern sollten in diese Maßnahme einbezogen werden,
um Kooperation und
Bindungstoleranz zum Wohl des Kindes aufzubauen.
Vom Verlauf der Umgangsbegleitung ist
das weitere Procedere abhängig.“


„4. Abänderungen von Entscheidungen zum Sorgerecht (§ 1696 BGB)
Entscheidungen zum Sorge- und Umgangsrecht erwachsen nicht in
materielle Rechtskraft, weil die Fürsorge gegenüber einem Minderjährigen
stets Vorrang vor der Endgültigkeit einer einmal getroffenen Entscheidung
des Gerichts hat. (BverfGE, FamRZ, 2005, 783) Daher ändert das
Familiengericht seine Entscheidungen zum Sorge- und Umgangsrecht,
wenn dies aus triftigen, das Wohl des Kindes nachhaltig berührenden
Gründen angezeigt ist (§ 1696 I BGB).
Dies ist der Fall, wenn die Vorteile einer
Änderung der getroffenen Sorgrechtsentscheidung die Nachteile deutlich überwiegen
(OLG Köln, FamRZ, 2005, 1276 [LS].


„Die Rechtsprechung zur Elterlichen Sorge und zum Umgangsrecht seit 2004“ von
Richter
am OLG Dr. STEFAN MOTZER, Stuttgar
t
(der FamRZ 2006 Heft 2 S. 73 – 82, hier: Seite 76):

siehe auch:

http://rechtsanwaeldin.blogspot.com/2008/06/9-uf-116-08-ach-wissen-sie.html