Jetzt auch noch Hypnose? – Der Fall K. – Frisch aus dem Polizeibericht: "Der ganze Damenverkehr unauffällig und "geräuschlos". – dringender Verdacht

… zeigte in seinem Bericht eine außerordentliche Leichtfertigkeit mit seinen Annahmen. Er stellte fest, daß K. dort verschiedene Wohnungen innegehabt habe und daß ihm überall nach kurzer Zeit wieder gekündigt worden sei, weil er bei Tag und Nacht regen Damenverkehr unterhalten habe. Ob K. sich auch als Zuhälter betätigt habe, das habe nicht festgestellt werden können; hervorgetreten sei er als Zuhälter jedenfalls nciht. Der ganze Damenverkehr habe sich unauffällig und „geräuschlos“ abgespielt, so daß die Damen mit den Wohnungsinhabern nicht bekannt geworden seien. Ob K. Kypnose erlernt und betriben habe, das habe nciht festgestellt werden können. Trotzdem setzte der brave Kriminalwachtmeister hinzu: „Es besteht jedoch der dringende Verdacht, daß er mit den Damen, mit welchen er verkehrt, Hypnose vorgenommen hat.“

Späßle gemacht.


FUNstück aus: HELLWIG: „Psychologie und Vernehmungstechnik bei Tatbestandsermittlungen“, Stuttgart, 4. Auflage, 1927 (1951), S. 26

Aber es geht hoffnungsvoll weiter (natürlich läßt sich „der Polizeibeamte“ mühelos beim Lesen durch „der Staatsanwlt“ ersetzen):

„Jeder erfahrene Richter kennt solche Fälle, in denen Polizeibeamte aus einer gewissen Befangenheit heraus gehandelt, entlastende Umstände nicht genügend beachtet und in unzulässiger Weise zum Geständnis gedrängt haben. Auch in dem kriminlaistischen Schrifttum wird mehrfach darauf hingewiesne. So klagt beispielsweise Haußner über „Polizeibeamte, die in blindem Übereifer die Tatsachen nicht beachten“. Und Lohsing erklärt es für eine längst bekannte Tatsache, daß manche polizeiliche Geständnisse falsch sind.[..]“ S. 26

Nach dem, was ich früher ausgeführt habe, ist es selbstverständlcih, daß Polizeibeamte, die ihre Aufgabe in der Überführung des Beschuldigten erblicken, in der Überfaührung um jeden Preis, unmöglich die unbefangene Einstellung gegenüber den Verdachtsgründen haben können, die erforderlich ist, wenn man imstande sein will, die den Beschuldigten entlastenden Umstände von den ihn belastenden Umständen zu scheiden, sie sorgsam gegeneinander abzuwägen udn bei ihren Ermittlungen unparteiisch zu verfahren und nur danach zu trachten, die Whrheit zu ermitteln.“[S.24]

Bei Bender/Nack (unserer Dauerempfehlung) „Tatsachenfeststellung bei Gericht“ – heißt es dazu ähnlich, es sei immer und immer wieder daran zu erinnern, daß nicht der Täter, sondern die Tat zu ermitteln sei.

„Selbstverständlich wird auch ein derart eingestellter Polizeibeamter der festen Überzeugung sein, nur seine Pflicht zu tun; er wird davon überzeugt zu sein, daß seine Auffassung von der Sachlage die richtige ist; er wird es nicht verstehen, wenn der Richter auf einem anderen Standpunkt steht, und wenn er derartig zustande gekommene Aussagen, falls sie nicht durch das anderweitige Ergebnis der Untersuchung bestätigt werden, als bedeutungslos ausschaltet und unter Umständen den Beschuldigten freispricht. Aber, vom objektiven Standpunkt aus betrachtet, ist es unvermeidlcih, daß ein Polizeibeamter, der mit seiner Auffassung an seine Aufgabe herangeht, voreingenommen sein muß, und daß er deshalb in hohem Maße auch der Gefahr unbewußter Mißverständnisse ausgesetzt wird. Es wird nur allzu leicht geschehen, daß er, von seiner Idee der SChuld des Beschuldigten ganz gefangengenommen, ediglcih das sieht und ausschließlich das in Erwägung zieht, was in seine Hypothese hineinpaßt[…] S. 24

Aua, aber jetzt kömmt’s!

„3. Psychologie des Richters

Das, was ich über die vernehmenden Polizeibeamten ausgeführt habe, gilt natürlich auch für uns Richter, soweit wir Vernehmungen vorzunehmen haben. Für uns gelten aber noch einige besondere Gefahren, die sich sei Urteil ja nur auf den Ergebnissen der Hauptverhandlung aufbauen soll, die Akten kennt, und daß er aus dieser Kenntnis der AKten heraus unter Umstädnen dazu neigt, Angeklagte und Zeugen in einer gewissen voreingenommenen Weise zu befragen. Und dann hat der erkennende Richter nciht nur die Aufgabe, den Tatsachenstoff möglichst einwandfrei festzustellen, sondern darüber hinaus auch S.28[…] Auch bei dieser Beweiswürdigung können sich in der Persönlcihkeit des Richters liegende Umstände unbewußt fälschend und irreführend bemerkbar machen. Die Frage, ob der Vorsitzende durch die Kenntnis der Akten befangen wird, ist früher vielfach erörtert worden.[…]“ S. 29
Henschel führt dann weiter aus, nach wie vor halte sich der Richter für befugt, einen einstweilen nur Verdächtigen bereits als überführt zu behandeln und ihn einem inquisitorischen Verhör zu unterwerfen, das ein nicht etwa von Natur indolenter oder völlig verrohter Beschuldigter regelmäßig als eie moralische Tortur empfinden werde. Auch der moderne Inquirent sei von vorneherein, d.h. bereits vor dem Beginn der Vernehmung, von der Schuld des Angeklagten überzeugt und sei demgemäß bestrebt, aus ihm eine Bestätigung dieser seiner vorgefaßten Meinung herauszuinquirieren; der einstweilen nur Verdächtigte werde bereits als überführt behandelt. Zu der Überzeugung von der Schuld des Angeklagten gelange der Vorsitzende schon vor Beginn der Hauptverhandlung durch das Studium der Akten.“

Psychologie und Vernehmungstechnik bei Tatbestandsermittlungen [Gebundene Ausgabe]

Albert Hellwig

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Erhältlich bei diesen Anbietern.

2 gebraucht ab EUR 24,99

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Jetzt auch noch Hypnose? – Der Fall K. – Frisch aus dem Polizeibericht: "Der ganze Damenverkehr unauffällig und "geräuschlos". – dringender Verdacht

… zeigte in seinem Bericht eine außerordentliche Leichtfertigkeit mit seinen Annahmen. Er stellte fest, daß K. dort verschiedene Wohnungen innegehabt habe und daß ihm überall nach kurzer Zeit wieder gekündigt worden sei, weil er bei Tag und Nacht regen Damenverkehr unterhalten habe. Ob K. sich auch als Zuhälter betätigt habe, das habe nicht festgestellt werden können; hervorgetreten sei er als Zuhälter jedenfalls nciht. Der ganze Damenverkehr habe sich unauffällig und „geräuschlos“ abgespielt, so daß die Damen mit den Wohnungsinhabern nicht bekannt geworden seien. Ob K. Kypnose erlernt und betriben habe, das habe nciht festgestellt werden können. Trotzdem setzte der brave Kriminalwachtmeister hinzu: „Es besteht jedoch der dringende Verdacht, daß er mit den Damen, mit welchen er verkehrt, Hypnose vorgenommen hat.“

Späßle gemacht.


FUNstück aus: HELLWIG: „Psychologie und Vernehmungstechnik bei Tatbestandsermittlungen“, Stuttgart, 4. Auflage, 1927 (1951), S. 26

Aber es geht hoffnungsvoll weiter (natürlich läßt sich „der Polizeibeamte“ mühelos beim Lesen durch „der Staatsanwlt“ ersetzen):

„Jeder erfahrene Richter kennt solche Fälle, in denen Polizeibeamte aus einer gewissen Befangenheit heraus gehandelt, entlastende Umstände nicht genügend beachtet und in unzulässiger Weise zum Geständnis gedrängt haben. Auch in dem kriminlaistischen Schrifttum wird mehrfach darauf hingewiesne. So klagt beispielsweise Haußner über „Polizeibeamte, die in blindem Übereifer die Tatsachen nicht beachten“. Und Lohsing erklärt es für eine längst bekannte Tatsache, daß manche polizeiliche Geständnisse falsch sind.[..]“ S. 26

Nach dem, was ich früher ausgeführt habe, ist es selbstverständlcih, daß Polizeibeamte, die ihre Aufgabe in der Überführung des Beschuldigten erblicken, in der Überfaührung um jeden Preis, unmöglich die unbefangene Einstellung gegenüber den Verdachtsgründen haben können, die erforderlich ist, wenn man imstande sein will, die den Beschuldigten entlastenden Umstände von den ihn belastenden Umständen zu scheiden, sie sorgsam gegeneinander abzuwägen udn bei ihren Ermittlungen unparteiisch zu verfahren und nur danach zu trachten, die Whrheit zu ermitteln.“[S.24]

Bei Bender/Nack (unserer Dauerempfehlung) „Tatsachenfeststellung bei Gericht“ – heißt es dazu ähnlich, es sei immer und immer wieder daran zu erinnern, daß nicht der Täter, sondern die Tat zu ermitteln sei.

„Selbstverständlich wird auch ein derart eingestellter Polizeibeamter der festen Überzeugung sein, nur seine Pflicht zu tun; er wird davon überzeugt zu sein, daß seine Auffassung von der Sachlage die richtige ist; er wird es nicht verstehen, wenn der Richter auf einem anderen Standpunkt steht, und wenn er derartig zustande gekommene Aussagen, falls sie nicht durch das anderweitige Ergebnis der Untersuchung bestätigt werden, als bedeutungslos ausschaltet und unter Umständen den Beschuldigten freispricht. Aber, vom objektiven Standpunkt aus betrachtet, ist es unvermeidlcih, daß ein Polizeibeamter, der mit seiner Auffassung an seine Aufgabe herangeht, voreingenommen sein muß, und daß er deshalb in hohem Maße auch der Gefahr unbewußter Mißverständnisse ausgesetzt wird. Es wird nur allzu leicht geschehen, daß er, von seiner Idee der SChuld des Beschuldigten ganz gefangengenommen, ediglcih das sieht und ausschließlich das in Erwägung zieht, was in seine Hypothese hineinpaßt[…] S. 24

Aua, aber jetzt kömmt’s!

„3. Psychologie des Richters

Das, was ich über die vernehmenden Polizeibeamten ausgeführt habe, gilt natürlich auch für uns Richter, soweit wir Vernehmungen vorzunehmen haben. Für uns gelten aber noch einige besondere Gefahren, die sich sei Urteil ja nur auf den Ergebnissen der Hauptverhandlung aufbauen soll, die Akten kennt, und daß er aus dieser Kenntnis der AKten heraus unter Umstädnen dazu neigt, Angeklagte und Zeugen in einer gewissen voreingenommenen Weise zu befragen. Und dann hat der erkennende Richter nciht nur die Aufgabe, den Tatsachenstoff möglichst einwandfrei festzustellen, sondern darüber hinaus auch S.28[…] Auch bei dieser Beweiswürdigung können sich in der Persönlcihkeit des Richters liegende Umstände unbewußt fälschend und irreführend bemerkbar machen. Die Frage, ob der Vorsitzende durch die Kenntnis der Akten befangen wird, ist früher vielfach erörtert worden.[…]“ S. 29
Henschel führt dann weiter aus, nach wie vor halte sich der Richter für befugt, einen einstweilen nur Verdächtigen bereits als überführt zu behandeln und ihn einem inquisitorischen Verhör zu unterwerfen, das ein nicht etwa von Natur indolenter oder völlig verrohter Beschuldigter regelmäßig als eie moralische Tortur empfinden werde. Auch der moderne Inquirent sei von vorneherein, d.h. bereits vor dem Beginn der Vernehmung, von der Schuld des Angeklagten überzeugt und sei demgemäß bestrebt, aus ihm eine Bestätigung dieser seiner vorgefaßten Meinung herauszuinquirieren; der einstweilen nur Verdächtigte werde bereits als überführt behandelt. Zu der Überzeugung von der Schuld des Angeklagten gelange der Vorsitzende schon vor Beginn der Hauptverhandlung durch das Studium der Akten.“

Psychologie und Vernehmungstechnik bei Tatbestandsermittlungen [Gebundene Ausgabe]

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Vergewaltigung: Gesellschaftliche Vorurteile – Recht -Statistik

„Ich finde es schwierig, bei der Sexualität von Männern durchzublicken. Wie geht es dir?“
Alice Schwarzer im Gespräch mit Margarete Mitscherlich EMMA, Sommer 2010 S.98-107 (hier: S.102]

————————————-

„Unerträglich, sowohl bei den 68ern wie in der Frauenbewegung, war diese Lust am denunzieren.“
ebenda: Margarete Mitscherlich – EMMA, Sommer 2010 S.98-107 (hier: S.105]

War?

Na dann:

„Vergewaltigung: Gesellschaftliche Vorurteile – Recht -Statistik

„Über kaum ein anderes Delikt bestehen verworrenere Vorstellungen als über Vergewaltigung (Notzucht). Dies mag damit zusammmenhängen, daß der Bereich der Sexualität trotz aller Aufklärung noch immer als Tabu erscheint.[…]
Nach einschlägigen Untersuchungen […] sowie den vom Bundeskriminalamt jährlich herausgegebenen Kriminlastatistiken werden alt hergebrachte Vorurteile über die Vergewaltigung und der an ihr Beteiligten dem Bild der Wirklichkeit freilich keineswegs gerecht.
So wird der Täter vielfach pathologisiert. Da ein Mann normalerweise eine Frau nicht vergewaltigt, muß ein Vergewaltiger also psychisch krank und insbesondre sexuell abnorm sein. […]
Tatsächlich aber werden als Vergewaltiger grundsätzlich nicht Täter auffällig, die wegen abnormer sexueller Verhaltensweisen in Erscheinung getreten sind. Vielemehr ist eine überproportionale Anzahl bereits wegen allgemeiner Gewaltdelikte (z.B. Lörperverletzung, Sachbeschädigung) vorbestraft. Wer mithin allgemein zur Gewalt neigt, ist auch eher bereit, seine sexuellen Bedürfnisse gewaltsam durchzusetzen.[…] S.6
Als Opfer sind meist Mädchen und junge Frauen im Alter zwischen fünfzehn und fünfundzwanzig Jahren gefährdet. Der Altersunterschied zwischen Täter und Opfer beträgt im Durchschnitt sieben Jahre.
Als Tatzeit von Vergewaltigungen sind vorwiegend die Abend- und Nachtstunden von 18:00 bis 20:00 Uhr und von 21:00 bis 3:00 registriert worden.[…]
Die Tatorte sind unterschiedlich und reichen vom Auto bis zur eigenen Wohnung des Opfers.
Ein umfassender Schutz von Vergewaltigungen bietet sich kaum. Allgemeine Ratschläge, wie eine Vergewaltigung zu verhindern sei, können in seriöser Weise schon deshalb nicht gegeben werden, weil die Umstände des einzelnen Falles und individuelle Faktoren nicht im voraus berechnet werden können.[…] S.7f
In der Bundesrepulik Deutschland werden jährlich zwischen 6500 und 7000 Vergewaltigungen zur Anzeige gebracht. Dreiviertel davon werden aufgeklärt.[…] S. 8
Man sollte meinen, daß die Opfer von Vergewaltigungen in ihrer Mehrzahl gegenüber Tätern von besonderen Rachegefühlen geleitet sind. Das ist jedoch nicht der Fall. Von etwa 40 v.H. befragter Frauen, die überhaupt eine Bestrafung des Täters wollten, plädierten wiederum 40 v.H. lediglich auf eine geringe Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe. Ein Drittel hielt eine therapeutische Behandlung für notwenig. Nur ein Viertel forderte Höchststrafen oder die sofortige Kastration.[…] S. 10

BECKER, Klaus-Peter: Vergewaltigungen in Deutschland – Fälle* – Urteile*Täter*Opfer – (München, 1984), Verlag Luitpold Lang

http://www.bka.de/pks/

Vergewaltigungen in Deutschland – Fälle, Urteile, Täter, Opfer,
(ISBN: 3874620050 / 3-87462-005-0 )

Becker, Klaus-Peter:

  • Anbieter: REDIVIVUS (Regensburg, BY, Germany)
  • Bewertung: 3 Sterne

Nach allem was wir wissen ist Sabine W.(BILD), Nicht-Viola, Simone(SPIEGEL, SÜDDEUTSCHE), Petra (BLICK -CH) inzwische 37 geworden und ist Mitglied in einem Lausemädchen-Club (laut BIDL mit 6 Mitgliederinnen), der sich der Rache verschrieben hat, obwohl 5 davon gar nicht mal behaupten vergewaltigt worden zu sein.

Vergewaltigung: Gesellschaftliche Vorurteile – Recht -Statistik

„Ich finde es schwierig, bei der Sexualität von Männern durchzublicken. Wie geht es dir?“
Alice Schwarzer im Gespräch mit Margarete Mitscherlich EMMA, Sommer 2010 S.98-107 (hier: S.102]

————————————-

„Unerträglich, sowohl bei den 68ern wie in der Frauenbewegung, war diese Lust am denunzieren.“
ebenda: Margarete Mitscherlich – EMMA, Sommer 2010 S.98-107 (hier: S.105]

War?

Na dann:

„Vergewaltigung: Gesellschaftliche Vorurteile – Recht -Statistik

„Über kaum ein anderes Delikt bestehen verworrenere Vorstellungen als über Vergewaltigung (Notzucht). Dies mag damit zusammmenhängen, daß der Bereich der Sexualität trotz aller Aufklärung noch immer als Tabu erscheint.[…]
Nach einschlägigen Untersuchungen […] sowie den vom Bundeskriminalamt jährlich herausgegebenen Kriminlastatistiken werden alt hergebrachte Vorurteile über die Vergewaltigung und der an ihr Beteiligten dem Bild der Wirklichkeit freilich keineswegs gerecht.
So wird der Täter vielfach pathologisiert. Da ein Mann normalerweise eine Frau nicht vergewaltigt, muß ein Vergewaltiger also psychisch krank und insbesondre sexuell abnorm sein. […]
Tatsächlich aber werden als Vergewaltiger grundsätzlich nicht Täter auffällig, die wegen abnormer sexueller Verhaltensweisen in Erscheinung getreten sind. Vielemehr ist eine überproportionale Anzahl bereits wegen allgemeiner Gewaltdelikte (z.B. Lörperverletzung, Sachbeschädigung) vorbestraft. Wer mithin allgemein zur Gewalt neigt, ist auch eher bereit, seine sexuellen Bedürfnisse gewaltsam durchzusetzen.[…] S.6
Als Opfer sind meist Mädchen und junge Frauen im Alter zwischen fünfzehn und fünfundzwanzig Jahren gefährdet. Der Altersunterschied zwischen Täter und Opfer beträgt im Durchschnitt sieben Jahre.
Als Tatzeit von Vergewaltigungen sind vorwiegend die Abend- und Nachtstunden von 18:00 bis 20:00 Uhr und von 21:00 bis 3:00 registriert worden.[…]
Die Tatorte sind unterschiedlich und reichen vom Auto bis zur eigenen Wohnung des Opfers.
Ein umfassender Schutz von Vergewaltigungen bietet sich kaum. Allgemeine Ratschläge, wie eine Vergewaltigung zu verhindern sei, können in seriöser Weise schon deshalb nicht gegeben werden, weil die Umstände des einzelnen Falles und individuelle Faktoren nicht im voraus berechnet werden können.[…] S.7f
In der Bundesrepulik Deutschland werden jährlich zwischen 6500 und 7000 Vergewaltigungen zur Anzeige gebracht. Dreiviertel davon werden aufgeklärt.[…] S. 8
Man sollte meinen, daß die Opfer von Vergewaltigungen in ihrer Mehrzahl gegenüber Tätern von besonderen Rachegefühlen geleitet sind. Das ist jedoch nicht der Fall. Von etwa 40 v.H. befragter Frauen, die überhaupt eine Bestrafung des Täters wollten, plädierten wiederum 40 v.H. lediglich auf eine geringe Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe. Ein Drittel hielt eine therapeutische Behandlung für notwenig. Nur ein Viertel forderte Höchststrafen oder die sofortige Kastration.[…] S. 10

BECKER, Klaus-Peter: Vergewaltigungen in Deutschland – Fälle* – Urteile*Täter*Opfer – (München, 1984), Verlag Luitpold Lang

http://www.bka.de/pks/

Vergewaltigungen in Deutschland – Fälle, Urteile, Täter, Opfer,
(ISBN: 3874620050 / 3-87462-005-0 )

Becker, Klaus-Peter:

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  • Bewertung: 3 Sterne

Nach allem was wir wissen ist Sabine W.(BILD), Nicht-Viola, Simone(SPIEGEL, SÜDDEUTSCHE), Petra (BLICK -CH) inzwische 37 geworden und ist Mitglied in einem Lausemädchen-Club (laut BIDL mit 6 Mitgliederinnen), der sich der Rache verschrieben hat, obwohl 5 davon gar nicht mal behaupten vergewaltigt worden zu sein.