psychosoziale Prozessbegleitung für Opfer von Sexual- und Gewalttaten

Und wieso überhaupt ProzessBEGLEITUNG, wenn erst am Ende des Prozesses feststeht, ob es sich überhaupt um ein Opfer handelt(e) und es überhaupt nur dann und eben nur dann (bei aktuell: 13 %, in Worten: dreizehn Prozent! Verurteilungsquote)  im rechtsstaatlichen Sinne als Opfer bezeichnet werden kann [Bsp.1, 2, 3, ] und der NK-Vertreter gar als „Opfer-Anwalt“(ob von Polizei oder Medien)??

Und das nach 
* Wiesbaden (10/2008, Täterinnen. Befunde, Analysen, Perspektiven –Tagungsband 2009),
Maria Laach ( am 09. und 10. April 2011) „Opfer im Blickpunkt – Angeklagte im Abseits?“ – Das 40. Symposion des Instituts für Konfliktforschung Köln und des Vereins Deutscher Strafverteidiger Frankfurt/Main [1], [2],[Google Books – 3], 
[4 WAZ. Abschied von der Opferrolle]
* Meissen (18.-20.05.2011),  
* Bern ( 23.06.2011 DittmannUni Basel: „Glaubhaftigkeitsbegutachtung – Wann muss der Zweifel siegen?“ – Abschiedssymposium für Dr. Madeleine EgglerUPD Bern)
* Bielefeld (14. – 15. September 2011 – Ambivalenzen der Opferzuwendung des Strafrechts – Zwischenbilanz nach einem Vierteljahrhundert opferorientierter Strafrechtspolitik in Deutschland), [1],   [2], [3]
* Basel (2011), 
* Zürich (4. Intern. Symposium Forensische Psychiatrie – 24./25. Mai 2012Vortrag MaxSTELLER (PP), Workshop MAX STELLER),  
* 17. Präventionstag in München (2012 – Vortrag: Prof. em. Kreuzer, Gießen ), 
* Trier am 14./15. Juni 2012 – interdisziplinärer Workshop zur „Psychologie der Vernehmung im Strafverfahren“  [Psychologie/Jura [1],[2]

undundund … Tsss.

Täglich wird über die Opfer von schweren Sexual- und Gewalttaten berichtet. Ihr Leiden endet nicht nach der Tat, sondern dauert oft ein ganzes Leben an. Die Justiz kann mit den Strafverfahren ihren Teil zur Bewältigung und Verarbeitung des erlittenen Unrechts beitragen. Dennoch erleben die Verletzten und ihre Angehörigen das Strafverfahren häufig als besondere, zusätzliche Belastung und brauchen deshalb Unterstützung und Begleitung im Strafverfahren.
„Unser Ziel ist es, das heute schon bestehende gute Angebot an haupt- und ehrenamtlicher Prozessbegleitung für diese schwer belasteten Verletzten auszubauen. Diese besonders Betroffenen sollen möglichst früh und über einen längeren Zeitraum, weit vor und über die Hauptverhandlung hinaus qualifiziert begleitet werden. Es geht darum, ihre speziellen psychischen Befindlichkeiten und Traumatisierungen zu erkennen, adäquat darauf zu reagieren, ihnen Hilfsmöglichkeiten an die Hand zu geben und sie für ihre Aussage zu stabilisieren, nicht aber zu beeinflussen“, so Justizstaatssekretärin Beate Reich.
Rheinland-Pfalz werde deshalb eine Weiterbildung zur psychosozialen Prozessbegleiterin oder zum -begleiter finanziell fördern, um das Angebot vor Ort zu erweitern, betonte die Staatssekretärin.
„Darüber hinaus hat Rheinland-Pfalz auf der Justizministerkonferenz im Juni 2012 vorgeschlagen, dass im Interesse der Verletzten als auch der Justiz die Länder gemeinsam mit dem Bund einheitliche Kriterien für die psychosoziale Prozessbegleitung und für die Weiterbildung erarbeiten sollen. Dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen. Rheinland-Pfalz leitet die hierzu von der Justizministerkonferenz eingesetzte Arbeitsgruppe“, so Reich.
Hintergrund:
Die Strafprozessordnung sieht vor, Verletzte möglichst frühzeitig darauf hinzuweisen, dass sie „Unterstützung und Hilfe durch Opferhilfeeinrichtungen erhalten können, etwa in Form einer Beratung oder einer psychosozialen Prozessbegleitung. Eine gesetzliche Definition oder ein standardisiertes Angebot der psychosozialen Prozessbegleitung gibt es derzeit nicht.
Unter psychosozialer Prozessbegleitung versteht man die fachlich qualifizierte Begleitung von Verletzten vor, während und nach der Hauptverhandlung im Strafverfahren. Sie umfasst unter anderem die Betreuung, Vermittlung von Informationen insbesondere über das Strafverfahren und die damit verbundenen emotionalen Belastungen, die Begleitung zu (Vernehmungs-)Terminen, die Unterstützung bei der Suche nach anwaltlicher und therapeutischer Hilfe und beim Kontakt zu anderen Behörden und Institutionen. Gespräche mit den Betroffenen über das Tatgeschehen sind dabei ausgeschlossen.
Die psychosoziale Prozessbegleitung stellt eine Ergänzung der bestehenden Angebote für Opfer schwerer Sexual- und Gewalttaten dar, die aufgrund ihrer Traumatisierung oder ihren psychischen Befindlichkeiten in besonderem Maße professionelle fachliche Unterstützung durch speziell geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und eine zeitlich länger dauernde und intensivere Begleitung im Strafverfahren benötigen.
Eine Übersicht über die verschiedenen Formen und über die Stellen, die in Rheinland-Pfalz Prozessbegleitung anbieten, hat die AG FOKUS: Opferschutz in ihrem 1. Tätigkeitsbericht erstellt.
Diese ist abrufbar unter http://www.mjv.rlp.de/Ministerium/Opferschutz/AG-FOKUS-Opferschutz/
Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Rheinland-Pfalz
Psychosoziale Prozessbegleitung

Rheinland-Pfalz fördert psychosoziale Prozessbegleitung für Opfer von Sexual- und Gewalttaten

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Weihnachten! Von Lebenslagen /Lebenslügen der Juristen und Orkanen der Rechtspflege

„…. belegt mit einer solchen Fülle, dass einem Angst werden kann bei der Vorstellung, man wäre selbst einmal auf Gedeih und Verderb solcher Beliebigkeit ausgeliefert.“

Nachdem nun auch der PERLENTAUCHER am Dienstag, also noch VOR der Entscheidung zu HARRY WÖRZ auf die Idee gekommen ist es endlich, aber gerade noch rechtzeitig als vorweihnachtliche Kaufempfehlung aufzulisten, wollen wir ganz uneitel, wie wir nun enmal sind, daran erinnern, dass es von uns bereits vor einem hier Jahr geraten wurde.
Auch an die anderen Empfehlungen wollen ir daher noch einmal erinnern, zumal sie einige Aktualität behalten bzw. bekommen haben dürften.
Im Falle des anderen „Orkans der Rechtspflege – mit RA Johann Schwenn (aktuell im Jörg Kachelmann rozess) – sei daran erinnert, dass die vor wenigen Tagen geäußerte „Befürchtung“ des Ra Schwenn nun sei er wohl selbst im Visier sooooo paranoid bzw. eitel auch wieder nicht ist, wie sie eilfertig gleich wieder von so manchem interessegeleitetem Medium dargestellt wurde. Es sei daran erinnert, dass man seinem Orkan-Kollegen Greinert doch von Seite der Staatsanwaltschaft half, gelegenlich die Kanzlei aufzuräumen, und er sich in der Folge von Prof. Dr. Dr. Igor hat verteidigen hat lassen (müssen). …. 😉

http://www.amazon.de/Die-Lebensl%C3%BCge-Juristen-gerecht-SPIEGEL-Buch/dp/3421043442

Sonntag, 4. Oktober 2009

„Jetzt, da die Tage wieder kürzer und die Sonntage wieder verregneter werden, wird’s allmählich Zeit für die Renos wieder Zwischenleküre zu sondieren – und Weihnachten ist schließlich ja auch nicht mehr lang hin. Die Geschenkchen wollen ja wenigstens angelesen sein …: Rolf LAMPRECHT „Die Lebenslüge der Juristen – Warum Recht nicht gerecht ist.“ haben wir schon gesehen – ist inzwischen auch als TB erhältlich.
Allein wegen des indirekten Lobliedes auf die Idee so unterschiedlicher Leute wie Jean Paul, Gabriele Pauli und der schiitischen Moslems z.B. im Iran zur befristeten Kurzehe (letztes Kapitel) macht dieses Buh zum stets beliebten Geschenk bei Mandanten/-innen, Familienrechtler/-innen, die sich zur Zeit in einer Besinnungsphase vor dem großen weihnachtlichen Ansturm vorbereiten:

„Orkan der Rechtspflege“ wurde er einst einmal genannt.
Seine Erinnerungen – damals gab es noch keine Blogs – hat er Ende letzten Jahres noch klassisch als Buch vorgelegt: Paul GREINERT

http://www.deutschesfachbuch.de/info/detail.php?isbn=3899503848
Paul
Greinert
Erinnerungen eines Strafverteidigers aus der Provinz
Alltägliche Rechtsfälle aus meiner Praxis“ 9,80 Euro

Glückssache Gerechtigkeit
Recht hält selten, was es verspricht. Es hängt von Menschen ab, und die können irren. Wie sehr und wie oft, erfuhr Rolf Lamprecht als SPIEGEL-Beobachter bei den obersten Gerichtshöfen. Er erzählt von Will kür, von Unrecht – und von beherzten Klägern, die sich, von ihrem Rechtsempfinden getrieben, bis in die höchsten Instanzen kämpfen.
Ein alter, aber unverändert gültiger Spruch sagt, jedermann sei vor Gericht und auf hoher See in Gottes Hand. Das Zitat erinnert an die irrationalen Kräfte, die dem Recht innewohnen – an die Ähnlichkeit mit einem Glücksspiel. Allein dass es von Instanz zu Instanz oft völlig entgegengesetzte Meinungen gibt, zeugt von der Relativität des Rechts. Auch von Befangenheiten – etwa der eines Familienrichters, dessen eigene Ehe mit einer Kampfscheidung endete. Ob es um Konflikte mit dem Staat oder um private Fehden, um Vaterschaftstests oder um Sterbehilfe geht – Lamprecht lässt den Leser an der Herstellung von Recht teilhaben. Das ist das Besondere an diesem Buch: Es erklärt, weshalb Recht nur die Summe vieler Teilwahrheiten ist, wie es entsteht – und wieder vergeht. Und es verrät, was Richter zu leisten vermögen und wo sie scheitern müssen.
* Von vermeintlichen oder tatsächlichen Ungerechtigkeiten der Rechtsprechung sind viele betroffen
* Der Vorgang der Rechtsprechung wird für Laien fassbar
* Zeigt die Abhängigkeit der Rechtsprechung von subjektiven Einflüssen
* Beispielhafte Fälle aus allen Lebensbereichen
„Lamprecht belegt mit einer solchen Fülle von Fallbeispielen, dass einem Angst werden kann bei der Vorstellung, man wäre selbst einmal auf Gedeih und Verderb solcher Beliebigkeit ausgeliefert.“
Süddeutsche Zeitung

Ein Reisebegleiter – nicht nur für Thilo Sarrazin – (aber) auch für die, die für manche Teile Berlins beruflich besuchen (müssen) und/oder Berührung zum Thema des AK 6 des Famileingerichtstages (Fremde Kulturen vor Gericht) haben:

http://www.dfgt.de/DFGT_2009/Arbeitskreise/2009_Ergebnisse_AK_1_24.pdf
Sylvia Ortlieb: Business-Knigge für den Orient – Mit Kulturkompetenz zu wirtschaftlichem Erfolg

Für alle, die nicht gleich Goethes Westöstlichen Diwan ganz lesen wollen:

„Wer sich selbst und andere kennt,
wird auch hier erkennen:
Orient und Okzident
sind nicht mehr zu trennen. …“

SPITZER, Manfred/BERTRAM: Braintertainement – Expeditionen in die Welt von Geist und Gehirn

ebenfalls inzwischen broschiert für 11.00 Euronen erhältlich:

http://www.amazon.de/Braintertainment-Expeditionen-Welt-Geist-Gehirn/dp/3518460188

Im Fall Harry Wörz wurde Polizist Thomas H. mit "sofortiger Wirkung" suspendiert

Ach, auf einmal geht’s doch:

„Die Pforzheimer Polizei hat im Fall Harry Wörz die Konsequenzen aus den neuen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Karlsruhe gegen den Polizeibeamten Thomas H. gezogen. „Der Polizist wurde mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert“, erklärte Burkhard Metzger, der Leiter der Polizeidirektion Pforzheim.[…]

Von

Ralf Steinert
Tel.: (07231) 933-306′)“ onmouseout=“return nd();“>Ralf Steinert