Rechtliche Grundlagen der anwaltlichen Tätigkeit – Hallihallo – ! Halali!- Generalmobilmahnung -Jagd-Saison eröffnet?




Hiermit und daselbst erklären wir schon mal Herrn RA Matthias Kilian zum K.u.K. (königlich und kammer-adschaftlichen) Büchsenspanner:


Die von einigen Rechtsanwälten systematisch genutzte Möglichkeit, vor allem werberechtliche Verstöße von Kollegen durch Abmahnungen zu verfolgen, ist nach der der Rspr. Nicht zu beanstanden. Zwar verpflichtet § 25 BORA den Rechtsanwalt, Berufsrechtsverstöße eines Kollegen zunächst diesem gegenüber vertraulich zu beanstanden. Allerdings gestattet das Vorliegen der eigenen oder der Mandanteninteressen eine „Reaktion in anderer Weise“, etwa ein zivilrechtliches Vorgehen (die Klagebefugnis bleibt von § 25 BORA) ohnehin unberührt).

Kasuistik (BGH NJW 2001, 2089- zum UWG a.F.): „… Abmahnungen, wie sie mit dem Klageantrag beanstandet werden. Können nicht als wettbewerbswidrige Behinderung der Mitbewerber angesehen werden. Eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung ist selbst dann, wenn das beanstandete Verhalten rechtmäßig ist, nur ausnahmsweise wettbewerbswidrig. Dies gilt um so mehr, wenn – wie hier – sogar davon auszugehen ist, dass das abgemahnte Verhalten rechtswidrig ist. Daran ändert sich grundsätzlich auch dann nichts, wenn der Abmahnende nicht klagebefugt ist oder anzunehmen ist, dass die Geltendmachung des Unterlassungsanspruchs unter Berücksichtigung der gesamten Umstände i.S. Des § 13 Abs.5 UWG missbräuchlich ist. Ein Verlangen, ein rechtswidriges Verhalten zu unterlassen, kann sich als wettbewerbswidrige Behinderung des abgemahnte Wettbewerbers behandelt werden, weil diese das beanstandete Verhalten ohnehin nicht wiederholen dürfte …“

Kilian, Matthias: Rechtliche Grundlagen der anwaltlichen Tätigkeit, Kapitel , Grundlagen, A. Quellen des Anwaltsrechts Seite 20f- RZ 54

Was hier offensichtlich möglich ist, scheint auch systematisch nötig:

Briefkopf (LG Dresden Beschluss, Az. 42 HK O 345/09) zur Einhaltung einer seit 2007 bestehenden Regelung (Siehe auch BRAK-Mitteilung (schon 2/2009 -PDF))


BGH 1 ZR 22498 vom5.Oktober 2000 (Volltext)>>>>>>>

Verbandsklage gegen Vielfachabmahner

UWG §§ 1, 13 Abs. 5 Die Abmahnung von Wettbewerbsverstößen kann einem Gewerbetreibenden nicht schon deshalb allgemein als wettbewerbswidrige Behinderung der abgemahnten Mitbewerber untersagt werden, weil die Abmahntätigkeit in keinem vernünftigen wirtschaftlichen Verhältnis zum Umfang seiner eigenen gewerblichen Tätigkeit steht. UWG § 1; BRAO § 45 Abs. 1 Nr. 4 Ein Rechtsanwalt, der gegen § 45 Abs. 1 Nr. 4 BRAO verstößt, handelt damit nicht zugleich wettbewerbswidrig, auch wenn diese Vorschrift eine sog. wertbezogene Norm ist. BGH, Urt. v. 5. Oktober 2000 – I ZR 224/98 – OLG München

Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen in der Statistik 1950: 12.644 – 2009: 150.375

Sowas (>>>>>>>>>1, 2, 3 >>>>) kommt von sowas (auf die Charts klicken):

Relative Größe der Fachanwaltschaften im Jahr 2007: für Familienrecht 24,8%. Es gibt zwar keine Familien mehr …, aber immer mehr FachanwältINNEN für Familienrecht.

Okay, es gibt ja auch immer mehr Kochsendungen und immer mehr Fertiggerichte, die man beim Anschauen dann verzehren kann… .

Noch 1950 lag die Anwaltsdichte auf dem damaligen Bundesgebiet bei 4934 Bürger pro Rechtsanwalt, inzwischen sind wir bei 561 BpR an- bzw. auf 561 runtergekommen… .





Zahl der in Deutschland zugelassenen Anwwälte und -innen 1950: 12.644 2009: 150.375



Quellen: Statistisches Jahrbuch der Anwaltschaft 2007/2008, Statistisches Bundesamt, divers.

Aber uns geht’s ja noch Gold mit 561 BpR (im Bundes-Durchschnitt/Rheinland-Pfalz 2006: 926 Einw./Anwa(e)lt(in)).

Die Trendlinie zeigt, dass es nicht mehr lange dauern kann, bis wir ein Verhältnis von 1:1 erreicht haben werden. Zur Zeit (2006) liegen wir allerdinsg noch weit hinter den Spitzenreitern Liechtenstein (271,9), Vereinigte Staaten (267,2) und Spanien (266,6).

Und noch eines: Gab es 1925 mal ganze 43 Rechstanwältinnen mit einem Anteil von 0,3% (NULL Komma DREI-Prozent oder 3 PROMILLE) nehmen sich inzwischen (2007) 42.647 (zweiundvierzigtausendsechshundertsiebenundvierzig!!!!) Anwältinnen gegenseitig und ihren männlichen Kollegen die Mandate weg bzw. tragen zu einem ansteigenden Streitklima bei ständig sinkender Bevölkerungszahl in der Bundesrepublik bei. (Anteil inzwischen 29,9 %).

Bedenkt man, dass es auf der anderen Seite der Ärzteschaft zunächst gelungen ist, durch einen künstlichen Numerus Clausus die Zahl (das ANgebot) der neuen Ärzte und Ärztinnen begrenzt zu halten (bei gleichzeitig größer werdender Nachfrage (==>Alter und Anteil der Alten der Bev.), dass inzwischen im Osten die Hausärzte und -innen ausgehen, sollte vielleicht die ein oder andere unnötige Anwältin mal über eine (noch rechtzeitige) Umschulung nachdenken.

Anwaltsdichte in Europa:

http://familienanwaelte-dav.de/downloads/newsletter/news-0406.rtf

BRÜLLEND komisch:


So wird’s erträglicher, denkt man/frau sich wohl bei der BRAK!!!

Mag es auch ein Geheimnis für „Jugend forscht“ bleiben, was mit „Reihe 1“ gemeint sein soll, so ist es natürlich nur allzu köstlich zu sehen, wie man den exponentiellen Anstieg bei der BRAK optisch staucht, indem man auf der X-Achse zunächst als „Maß“ 5 Jahre nimmt und dann „fließend“ auf 1 Jahr wechselt!!! – so wirkt es (zufällig????) wie ein linearer Anstieg statt exponentiell.

http://209.85.129.132/search?q=cache:0m23u3HmntEJ:www.brak.de/seiten/pdf/Statistiken/GesamtzahlenRAeGrafik.pdf+rechtsanw%C3%A4lte+zahl+ststistik&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=at

Als PDF auch noch das Ganze:

http://www.brak.de/seiten/pdf/Statistiken/GesamtzahlenRAeGrafik.pdf

Solche „Fehler“ machen wir natürlich nicht!

SIEHE OBEN: Objektive Charts.

Die Zahlen bis 2007 z.B. vom Beck-Verlag zum Selbststricken:

Auch hübsch:

„Diese Zahlen sind das Erste, was wir in unserer Kanzlei Referendaren und Bewerbern zeigen, um ihnen die Konkurrenzlage klar zu machen; etliche Berufseinsteiger haben nämlich immer noch eine unrealistische Erwartungshaltung. Besser wäre natürlich, wenn man bereits den Jurastudenten im ersten Semester diese Statistik in die Hand drücken würde. Ich will niemandem das Jura Studium vermiesen.“ in: Der Rechthaber



und neu hier:

http://www.rechthaber.com/zu-viele-anwaelte/

Anwaltsgerichtshof Koblenz: m1 AGH 10/07 Zweitberuf: Anwalt muss Prioritäten setzen

Zweitberuf: Anwalt muss Prioritäten setzen
Ein Rechtsanwalt darf nur dann einen Zweitberuf ausüben, wenn seine anwaltlichen Pflichten dadurch nicht beeinträchtigt werden.

Die Pflichten als Anwalt gehen vor
Das entschied der Anwaltsgerichtshof Rheinland-Pfalz in Koblenz in einem am Mittwoch bekanntgewordenen Beschluss. Erforderlich ist nach dem Richterspruch insbesondere, dass der Anwalt ungehindert seine Termine mit Mandanten und vor Gericht wahrnehmen kann (Az. m1 AGH 10/07).
[…]
Allerdings müsse seine anwaltliche Tätigkeit stets den Vorrang haben. Das sei hier nicht der Fall.
15.10.08, 18:24 FOCUSonline

Märkische ALLGEMEINE 16 10 2008

RHEIN-ZEITUNGonline

Schwäbische Zeitung online
siehe auch:… ein Fall für die Bundesrechtsanwaltskammer Koblenz

Na dann, liebe Rechtsanwältinnen Irmgard Jacoby, Katrin Munsch und Alexandra Fischer-Horn, …

dann kann es ja jetzt losgehen.
Da war zwar jemand schneller – Kompliment! – und das Ding heißt zwar Anwaltsnote, aber natürlich sind auch nach dem Gleichheitsgrundsatz Rechtsanwältinnen gemeint..

Ich wünsche dann mal viele schöne Einträge und Erfahrungsberichte:

http://rechtsanwaeldin.blogspot.com/2008/06/9-uf-116-08-ach-wissen-sie.html

Anwaltsnote.de

Nach rund neun Monaten Entwicklungsarbeit startet jetzt das Mandanten-Portal anwaltsnote.de 70 % der Rechtssuchenden finden den Anwalt über Empfehlungen. Dies ist grundsätzlich nicht schlecht. Problem hierbei ist nur, dass ich nicht weiß, ob der Anwalt auch in meiner Rechtsangelegenheit kompetent ist. Weiterhin kann die Empfehlung aus Gefälligkeit zum Anwalt ausgesprochen worden sein. Um eine objektive Empfehlung zu erlangen kann nun das neue Portal genutzt werden.
Anwaltsnote bringt Transparenz in den Anwaltsmarkt! Das Portal bietet eine intelligente Suche nach Rechtsanwälten und erstellt Anwaltsranglisten innerhalb von Tätigkeitsbereichen. Mandanten bewerten die Rechtsanwälte und beschreiben Ihre Erfahrung mit dem Service des Rechtsanwalts. Rechtssuchende können bei Anwaltsnote auch Rechtsfragen stellen und diese von Anwälte beantworten lassen. Anwaltsnote stellt den Rechtsanwälten ein kostenloses Profil zur Verfügung, um potentiellen Mandanten Tätigkeitsbereiche, Qualifikationen und Services aufzuzeigen. (…)

Dann kann es sich bei der Richter(-innen) und Staatsanwältedatenbank bzw. -benotung ja nur noch um Minuten handeln. Zwar kann man sich die ja nicht aussuchen, aber man erfährt wenigstens, ob eine kleine Salesch oder ein Barnabas Schill in ihm/ihr steckt – und insbesondere auf wen man sich bei deutschen Familiengerichten und OLG (siehe Naumburg und Straßburger Rüge bzw. strafrechtliche Klageerhebung GEGEN die Familienrichter) so einzustellen hat.